Argumente für Private Debt

2022 hat bewiesen, dass Diversifizierung der Schlüssel zum Portfoliomanagement ist. Private Debt ist der zins- und kreditbezogene Zwilling von Private Equity. Beide sind seit jeher eng miteinander verflochten, und ein großer Teil des Engagements in Private Debt hängt mit dem Private Equity-Geschäft zusammen.

Während Private Debt in den USA schon seit Jahren eine wichtige Anlageklasse ist, wird es in Europa und der Schweiz erst jetzt als leistungsfähiges Instrument mit positiven Beiträgen zu den Portfolios fast aller Anleger entdeckt.

Infolgedessen entwickeln sich mehr und mehr unabhängige Nischen für Private Debt. Diese Nischenmärkte für Privatkredite wachsen vor allem deshalb, weil sich die Banken aus bestimmten Sektoren des traditionellen Kreditgeschäfts zurückziehen und aufgrund der Regulierung (Basel II usw.) und der jüngsten Dominanz des Risikomanagements und der Compliance im Bankwesen zögern, in neue Kreditgeschäfte einzusteigen.

In dem Masse, in dem die Kreditbanken ihr Engagement und ihr Volumen in ihren Büchern reduzieren und sich aus bestimmten Marktsegmenten zurückziehen, ergeben sich für die Anleger Möglichkeiten, einzusteigen und davon zu profitieren.

Für Investoren gibt es zwei Hauptargumente, die für Private Debt Investments sprechen:

  1. Eine höhere Rendite aufgrund einer Illiquiditäts- und Komplexitätsprämie
  1. Konstanter Cashflow durch stabile Ausschüttungen.

Private Debt ist aus verschiedenen Gründen ein interessantes Segment des Kreditmarktes:

  • eine Vielzahl unterschiedlicher traditioneller und alternativer Risikofaktoren mit sehr individueller Preisgestaltung (geringe Standardisierung);
  • attraktive Renditen durch geringeren Druck auf die Risikoprämien und unterschiedliche Zeithorizonte (kurz-, mittel-, langfristig);
  • starkes Diversifikationspotenzial und unterschiedliche Liquiditätsparameter.